Der Baum an der Grenze – Recht auf Licht


Das Nachbarrecht des ABGB normiert für einen beeinträchtigten Nachbarn Rechte, wie er sich vor Immissionen des an ihn angrenzenden Nachbarn schützen kann. Für den Fall, dass Pflanzen negative Immissionen (beispielsweise in Form eines Schattenwurfes oder der Verhinderung der Durchlüftung) das ortsübliche Ausmaß überschreiten und zu einer unzumutbaren Beeinträchtigung für den Nachbarn werden, kann dieser rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Dies wird insbesondere dann vorliegen, wenn größere Teile des Grundstückes wegen des fehlenden Lichteinfalles versumpfen, vermoosen oder in sonstiger Weise unbrauchbar werden. Ein weiterer Indikator für eine wesentliche Beeinträchtigung ist jener, dass zu Mittag eines helllichten Sommertages eine künstliche Beleuchtung der Räume im angrenzenden Haus notwendig ist.

Wichtiges Kriterium ist jedoch auch, dass diese Einwirkungen nach den örtlichen Verhältnissen das gewöhnliche Maß überschreiten und die Benützung des Grundstückes unzumutbar beeinträchtigen. Dies ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Eine genaue Sachverhaltsaufnahme mit Ihrem Rechtsanwalt ist daher unbedingt durchzuführen. Für eine Terminvereinbarung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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